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Lass ma‘ Jesus gucken.

Lass ma‘ Jesus gucken.

Das wird ein Verriss. Schon Tage vor der Premiere von „Jesus Christ Superstar“ geistert mir dieser Gedanke durch den Kopf. Ich mag Musicals nicht. Sie sind mir zu bunt, zu schwülstig, zu zwanghaft-fröhlich und zu plakativ. Ich werde mich lustig machen müssen über verkleidete Leute, die mit weit aufgerissenen Augen und Mündern durch ein überladenes Lass ma‘ Jesus gucken. weiterlesen

Käffchen mit Liliane A.

Käffchen mit Liliane A.

Schwalben. Nach einer Dreiviertelstunde gelingt es mir endlich, die Vögel zu identifizieren, die zu hunderten auf ihren grauen Schlabberpulli gedruckt sind. In meinen Notizblock hatte ich zu Beginn unserer Unterhaltung „Möwenpulli?!“ gekritzelt. Irgendwie hätte das auch zu ihr gepasst: Möwen. Sie hat was Norddeutsches. Nicht nur, weil auf ihrer Strickmütze ein Anker prangt. Ich kann Käffchen mit Liliane A. weiterlesen

Und am Ende ist Pogrom.

Und am Ende ist Pogrom.

Als wir uns an der Pforte vorm Foyer treffen, weiss der junge Mann mit dem zartrosafarbenen Hoodie noch nicht, was ihn erwartet. Wir begrüssen uns im Regen, die Leute gucken, wie immer, wenn der menschliche Papagei in seinem pinken Rollstuhl irgendwo auftaucht. Ich hole die Tickets, kehre zurück, Simon hat sein Handbike mittlerweile abgeschlossen und Und am Ende ist Pogrom. weiterlesen

Sparschweinereien.

Sparschweinereien.

Von Peter Steins Inszenierung des Vaudeville-Klassikers geht Alfred Schlienger also aus in seiner Kritik an Martin Laberenz Inszenierung von „Das Sparschwein“. Damals, vor 42 Jahren, habe er, Schlienger, im Publikum gesessen und sich totgelacht. Das, was am 17.12.2015 am Theater Basel Premiere hatte, nennt er in seinem Artikel vom 18.12. „ein Desaster“. „Man stelle sich Sparschweinereien. weiterlesen

Der Wächter.

Der Wächter.

MIT WÄCHTER AM WEIHNACHTSMARKT Unterwegs in der echten Welt mit einem Schauspieler. Mittwoch, 9. Dezember 2015, 16:01 Uhr. Er lächelt mich aus einer gefühlten Höhe von 2,20 Metern an. Vielleicht denkt er: „Niedlich, der Kleine mit der Lederjacke und der bunten Kappe“. Vielleicht denkt er auch: „Hoffentlich war’s kein Fehler, diesem Proll hier ein Gespräch Der Wächter. weiterlesen